Lesegruppe "Christsein im Kulturkontext"
Die Lesegruppe von und für Studenten aller Fachrichtungen soll einen ergebnisoffenen, konstruktiven Austausch über existenzielle und Glaubensfragen ermöglichen und so die Gelegenheit bieten, die eigene Position aus christlicher Perspektive zu überprüfen, zu hinterfragen oder zu festigen.

Wir treffen uns fünfmal jährlich an einem Samstag nachmittag und diskutieren jeweils gesellschafts- und glaubensrelevante Themen aus christlicher Sicht. Dabei wollen wir im Sinne eines "ThinkTanks" einen Erfahrungsaustausch ermöglichen darüber, wie wir unseren Glauben mit unseren unterschiedlichen fachlichen Hintergründen zusammenbringen.

 

Termine 2017:
30. September: Nietzsche und der Begriff der "Postmoderne" (Leitung: Felix R.)
25. November: Thema noch offen

Jeweils 14-17 Uhr (Abendessen/Bar im Anschluss optional)
Im VBG-Büro, Zeltweg 18, Zürich.


Text beziehen/weitere Infos
Für weitere Infos, Einladungen und um vorbereitend zu lesende Texte zugeschickt zu bekommen: E-Mail an Sämi (leders[ätt]student.ethz.ch) oder an Felix Ruther (Leiter der ThinkTank-Gruppe).

 

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Frühere Treffen des ThinkTanks

 

10. Juni: Zen-Buddhismus und christliche Spiritualität
Input Alex A.: Zen aus christlicher Sicht: Was können wir von anderen lernen? ("Hermeneutische Gastfreundschaft" im Sinne von Volf)

 

25. März 2017: Populismus und kritisches Denken
Input Eva E.: Weltbilder und Umgang mit psychologischer Dissonanz
Input Sämi L.: Critical Thinking - kann kritisches Denken auch konstruktiv sein?

 

28. Januar 2017: Kondensieren der vorangegangenen Diskussionen zur Flüchtlingskrise
Beiträge von allen: 6-Sentence-Argument (Critical Thinking)
Erfahrungsbericht Stefania: Schweizer Flüchtlings- und Integrationsarbeit

03. Dezember 2016: Sechs Fokusthemen im Hinblick auf die Flüchtlingskrise
1. Umgang mit politischem Populismus als Christen
2. Suche nach neuen gesellschaftlichen Narrativen
3. was heisst "Christliche Leitkultur" und ist so etwas überhaupt wünschenswert?
4. Aussenblick auf die Schweiz; wann ist jemand "integriert"?
5. Individual- vs. Staatsethik; "Zwei-Reiche-Lehre"
6. Staatliche Versorgungsprogramme und Bürgerengagement - wie besser koordinieren?

22. Oktober 2016: "Was tue ich persönlich (nicht) im Hinblick auf die Flüchtlingskrise?"
Individual- vs. Staatsethik: Wie sind die Gerichtsworte Jesu (Matth.25) zu interpretieren?
Persönliches Engagement: Wo? Wie? Warum? (oder: Warum nicht?)

25. Juni 2016: Öffentlich glauben Vol. II
Auszüge von Keith Greenawalt und Miroslav Volf zu Religion und Politik in der Demokratie


05. März 2016: Säkularisierung // Öffentlich glauben
Input Alex A: Öffentlich glauben in einer säkularisierten Gesellschaft - Faix & Künkler zu Volf's Konzept "Öffentliche Theologie"
Input Sämi: Die Säkularisierungsthese ist aus der Mode gekommen - Stand der Debatte in den Sozialwissenschaften

21. November 2015: New Perspective on Paul // Glaubensbekenntnisse
Input Felix: New Perspective on Paul und Bundestheologie
Angeleitete Diskussion Philipp: Was ist der Kern des christlichen Glaubens? Und was muss ein Glaubensbekenntnis leisten?

22. August 2015: Epistemologie // Kanonbildung
Input Reto: Introduction to the debate on Scientific Realism
Input Alex S: Kanonbildung in der Literatur und im Deutschunterricht

13. Juni 2015: Integriertes Christsein
Allgemeine Standortbestimmung
Input Felix Ruther: Integriertes Christsein

 

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Frühere Zyklen als Lesegruppe:

 

Frühjahrssemester 2015: Rob Bell: Love Wins
Der amerikanische Pastor Rob Bell bedient sich einer neuartigen Sprech- und Denkweise die offenbar den Puls unserer Zeit trifft. So spricht er z.B. von "guten" und "schlechten" Erzählungen ("Stories") statt von "Wahrheit" oder "Beweisen". Sein Buch zum Thema Himmel, Hölle und wie das mit einem liebenden Gott zusammengehen soll hat beim Erscheinen eine grosse Diskussion zum Thema "Allversöhnung" in der christlichen Szene ausgelöst. Wir wollen dem auf den Grund gehen und uns eine eigene Meinung bilden.

 

Frühjahrssemester 2015: Ellis Potter: 3 Theories of Everything
Das dünne Büchlein "Drei Weltformeln" von Ellis Potter gibt einen zugänglichen und sehr fundamentalen Überblick über die Prinzipien, die allen Weltbildern zugrundeliegen - Monismus, Dualismus, Trinitarismus. Potter war selber Zen-Schüler und ist heute Christ - ohne deswegen die Faszination für die anderen Weltbilder verloren zu haben.

Gelesen als Ergänzung zum Hörsaalvortrag von Ellis Potter im März 2015. Die Lese/Diskussions-Notizen können bei Sämi (s. Kontakt oben) bezogen werden.

 

 

Herbstsemester 2014: Glaube und Wissenschaft
Im akademischen Umfeld dominiert - häufig nicht explizit geäussert - die Grundannahme, dass Glaube und Wissenschaft sich im Wege stehen. Dabei ist die Thematik komplexer, und es gibt verschiedene Positionen in den Fragen rund um Epistemik (wie wird Erkenntnis gewonnen) und das Verhältnis von Glaube und Wissenschaft. In drei Treffen diskutierten wir solche Positionen auf der Basis von Auszügen aus Schriften einflussreicher Denker:
1.) Immanuel Kant: Kritik der reinen Vernunft / Richard Dawkins: The God Delusion
2.) Thomas Nagel: Mind and Cosmos / Francis Collins: The Language of God: A Scientist Presents Evidence for Belief
3.) Bas van Fraassen: The Empirical Stance

 

Herbstsemester 2013 bis Frühjahrssemester 2014: Säkularisierung
Wir versuchen uns ein Bild darüber zu verschaffen, wie aus einer ehemals "christlichen" Gesellschaft die heutige durch und durch säkulare westliche Gesellschaft entstehen konnte. Dazu lesen wir Taylor's "A Secular Age", das die Thematik historisch aufrollt und mit einigen Vorurteilen aufräumt, und Blamires' "The Christian Mind", indem das Verschwinden der christlichen Stimme aus dem akademischen Diskurs und Denken thematisiert wird.